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20 August 2017
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Abtauchen in die virtuelle Realität

Categoria Principale
Imprese
Categoria Secondaria
Start-up
Realer

BOZEN Die virtuelle Realität oder Virtual Reality (VR) entwickelt sich derzeit vom Nischenprodukt zum Massenphänomen. Davon ist der Gründer des Südtiroler Start-ups Realer, Bruno Mandolesi, überzeugt: „Die virtuelle Realität wird die Kommunikation genauso nachhaltig verändern wie das Internet, die sozialen Netzwerke und das Smartphone.“ Der Art Director aus Bruneck, der unter anderem für Swatch in Mailand tätig war, gründete Realer im September 2016 mit dem Pusterer Designer Alexander Egger, der in Berlin lebt, und dem aus Padua stammenden, in London lebenden Software-Entwickler Riccardo Stecca. Realer investiert viel Zeit in Forschung und Entwicklung, entwickelt aber auch Produkte für Dritte.

„Die Arbeit mit der virtuellen Realität sollte nicht unterschätzt werden. Sie hat heute einen ähnlich starken Effekt wie das Erstellen einer eigenen Website vor 20 Jahren“, betont Bruno Mandolesi. Beispielsweise erstellt Realer Video- und Fotoaufnahmen sowie 3-D-Modelle für Hotels, die es möglich machen, virtuell ein Hotel zu besichtigen. Anschließend wird der Inhalt für Endgeräte optimiert und in Kanälen wie Facebook und YouTube positioniert, wo die Nachfrage nach 360-Grad-Videos groß ist. Diese virtuelle Panoramatour kann das Hotel dann auch in die eigene Website integrieren. „Mittels der virtuellen Realität werden Benutzererfahrungen möglich, die es bisher noch nicht gegeben hat. Diese Erlebnisse bleiben im Gehirn gespeichert, als hätte man die Erfahrung wirklich gemacht.“

Derzeit arbeitet Realer an der endgültigen Version einer Notfallsimulierung zur Lawinenprävention mit einer Virtual-Reality-Brille. Damit kann der Nutzer alle Möglichkeiten der Technologie ausloten, in ein Winterszenario eintauchen und den Aufstieg einer Skitour simulieren. Dazu muss er aber wichtige Vorkehrungen treffen: etwa eine Geländekarte, einen Wetter- und Lawinenlagebericht lesen, die richtige Ausrüstung wählen und entscheiden, mit wie vielen Personen er die Tour machen möchte. Am Ende befindet sich der User in einem virtuellen Gelände und je nachdem, welche Entscheidungen er getroffen hat, kommt es zu einem Lawinenabgang oder nicht. Anschließend lassen sich alle getroffenen Entscheidungen als Daten analysieren.

Für die Zukunft wünscht sich Bruno Mandolesi „in Südtirol und überregional ein Top-Anbieter im Bereich Virtual Reality zu werden und bis 2019 auf zehn Mitarbeiter zu wachsen.“

25 - 12 - 2016