Apfelabfälle werden zur Ressource der Lebensmittelindustrie

Apfelabfälle werden zur Ressource der Lebensmittelindustrie

Mi, 30/05/2018 - 12:21
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Die Freie Universität Bozen hat eine Studie durchgeführt.

BOZEN Lebensmittelunternehmen können schon bald anstelle synthetischer Stoffe günstige natürliche Inhaltsstoffe verwenden – dank der Rückgewinnung von als Abfall geltenden Materialien wie Apfelschalen, -gehäusen, -samen und -mark. Dies ist das Forschungsergebnis von Prof. Matteo Scampicchio, Dr. Giovanna Ferrentino und ihrem Team an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik, deren neue Labors im NOI Techpark angesiedelt sind.

Ausgangspunkt der Studie war der Apfel, von dem ein Großteil der Agrar- und Lebensmittelwirtschaft Südtirols abhängt. Die Forscher haben das Potenzial der überkritischen Kohlendioxid-Extraktion genutzt, um phenolische und antioxidative Verbindungen aus Abfällen der Apfelverarbeitung zu extrahieren. Giovanna Ferrentino wies nach, dass „die so gewonnenen Verbindungen eine höhere antioxidative Wirkung haben als jene, die durch traditionelle Technologien wie Aufweichung oder Lösungsmittelextraktion gewonnen werden."

„Das Verfahren, mit dem wir die phenolischen Antioxidantien extrahieren, hat den Vorteil, überkritisches Kohlendioxid als Lösungsmittel zu verwenden", erläutert Scampicchio. „Es ist farblos, geruchlos, ungiftig, nicht brennbar und sicher.“

Die Forschung wurde in Zusammenarbeit mit der Firma Fructus Therme Meran durchgeführt, die das Rohmaterial für die Extraktionsversuche lieferte.

 

Credits
unibz